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Kurzportrait und Geschichte

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Der Aufbau einer Fakultät für Biologie an der Universität Freiburg i.Br. zwischen 1960 und 1972

1960 Emeritierung von Friedrich Oehlkers (Lehrstuhl Botanik) und Otto Koehler (Lehrstuhl Zoologie). Beide Herren waren Mitglieder der Naturwissenschaftlich-Mathematischen Fakultät (NMF) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.
1960 Berufung von Hans Mohr (Jahrgang 1930, Universität Tübingen) als Nachfolger von Oehlkers. Berufung von Bernhard Hassenstein (Jahrgang 1922, Universität Tübingen) als Nachfolger von Koehler. Beide wurden als Ordinarien für Botanik bzw. Zoologie ordentliche Mitglieder der NMF.
1960 Empfehlungen des Wissenschaftsrates zum Ausbau der Universitäten. Diese Vorgaben begünstigten die Entfaltung des Faches Biologie (zusätzliche Lehrstühle) innerhalb der NMF. Das Stuttgarter Kultusministerium (zuständig war die legendäre Regierungsdirektorin Dr. Hoffmann) bewilligte den alten und den neuen Lehrstühlen sowohl Stellenpläne als auch entsprechende sachliche Ausstattungen, die es ermöglichten, eine ganze Reihe hervorragender Talente nach Freiburg zu berufen, zumal der Neubau eines Biozentrums in Aussicht gestellt wurde. Die NMF unterstützte seinerzeit das Konzept für den Ausbau der Biologie tatkräftig.

1960

bis

1962

  • Konzipierung eines neuen Studiengangs für das Staatsexamen.
  • Planung und Implementierung eines Diplomstudiengangs.
  • Zusammenführung der traditionellen Grundvorlesungen Botanik und Zoologie zu einer "Einführung in die Biologie".
  • Anpassung der "Einführung" an die Belange der Medizin- und Pharmaziestudenten.
  • Etablierung von Ringvorlesungen (Biologie des Menschen) und Seminaren zu erkenntnistheoretischen und ethischen Problemen der Biologie (und generell der Naturwissenschaften).
  • Entwurf der künftigen Institutsstrukturen und Vorbereitung zu Berufungen der neuen Ordinarien.
  • Entwurf einer künftigen Fakultätsstruktur:
    • Institut für Biologie I (Zoologie, 3 Lehrstühle)
    • Limnologisches Institut (1 Lehrstuhl)
    • Institut für Biologie II (5 Lehrstühle)
    • Institut für Biologie III (3 Lehrstühle)


Überlegungen zum Neubau eines Biozentrums für Biologie II und III; Hörsaalneubau für die Biologie I.

Die Entwürfe dieser Zeit ließen sich im wesentlichen realisieren, auch Dank der Weitsicht und Tatkraft von Carsten Bresch, dem wir den Aufbau der Biologie III verdanken. Allerdings haben wir die Limnologie, die mit Unterstützung der VW-Stiftung von Falkau im Schwarzwald an den Bodensee verlagert wurde, später an die neu gegründete Universität Konstanz abtreten müssen.

Personeller Aufbau ab 1962

Umwandlung der beiden alten und Berufungen auf die neuen Ordinariate:

  • Hans Mohr (Allgemeine Botanik und Pflanzenphysiologie)
  • Bernhard Hassenstein (Allgemeine Zoologie und Verhaltensbiologie)
  • Carsten Bresch (Genetik)
  • Hans Joachim Elster (Experimentelle Ökologie, Limnologie)
  • Hans Grisebach (Biochemie der Pflanzen)
  • Ottilie Wilmanns (Pflanzensoziologie, Geobotanik)
  • Peter Sitte (Feinstrukturforschung, Zellbiologie)
  • Gerhart Drews (Mikrobiologie)
  • Klaus Sander (Entwicklungsbiologie der Tiere)
  • Günther Osche (Evolutionsbiologie und Ökologie)
  • Rainer Hertel (Molekularbiologie)
  • Erst mit dem Jahr 1971 endete die Reihe der Lehrstuhlbesetzungen mit der Berufung von Hanns-Christof Spatz auf den Lehrstuhl für Biophysik. Am 31.12.1971 erfolgte seine Vereidigung durch den damaligen Kanzler Friedrich-Wilhelm Siburg.
Alle Ordinarien erhielten die Amtsbezeichnung 'Professor für Biologie', da sich die Lehr- und Forschungsgebiete überlappten.
1964 bis 1969

Institutioneller Aufbau ab 1964 Planung und Bau eines neuen Biozentrums im Botanischen Garten. Diese Gebäude waren für die Institute II und III bestimmt. Die Biologie I (Zoologie) blieb bis zum Einzug in einen Neubau (1997) in dem Gebäudekomplex (mit Hörsaal im Institutsviertel). Heute sind die drei biologischen Institute im Areal des Botanischen Gartens an der Schänzlestrasse / Hauptstrasse vereinigt. Die Bauzeit war für die Beteiligten eine schwierige Phase. (Das allen gemeinsame Ziel und das stabile gegenseitige Vertrauen ließen keine ernsthaften Spannungen aufkommen.) Die botanischen Lehrstühle sowie die Zellbiologie waren im alten Botanischen Institut, das im Krieg schwer beschädigt worden war, auf engstem Raum untergebracht. Die Mikrobiologie konnten wir zu einem guten Teil auslagern. Die Professoren Bresch und Hertel mussten in den Jahren der Bauzeit ihres neuen Instituts in den USA arbeiten.

Altes Botanisches Institut

1969 Umgestaltung und Modernisierung des Botanischen Gartens. Prof. Dr. Dieter Vogellehner (Tübingen) wurde Direktor der nunmehr eigenständigen Institution.
1970

Gründung der Fakultät für Biologie gemäß der neuen Grundordnung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Im Amtsjahr 1969/70 war der Mikrobiologe Gerhart Drews der letzte Dekan der nunmehr 'alten' Naturwissenschaftlich-Mathematischen Fakultät mit der Aufgabe betraut, diese aufzulösen und die neuen Fakultäten zu gründen, darunter die Fakultät für Biologie.

Gleich nach der Gründung der Fakultät für Biologie etablierten wir mit Hilfe der Deutschen Forschungsgemeinschaft den interfakultativen Sonderforschungsbereich "Molekulare Grundlagen der Entwicklung". Diese Institution wurde für länger als eine Dekade zum stabilisierenden Element einer erfolgreichen Forschungsarbeit an der neuen Fakultät. Besonders wichtige Partner aus benachbarten Fakultäten waren die Biochemiker Helmut Holzer und Karl Decker aus dem vorklinischen Bereich der Medizinischen Fakultät. Beide erhielten das Promotionsrecht in der Fakultät für Biologie.

  Prof. Dr. Hans Mohr
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