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Die Universität Freiburg vergibt vier mit je 70.000 Euro dotierte Lehrentwicklungspreise für kreativen Hochschulunterricht

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Quelle: Thomas Kunz - Universität Freiburg

Eine App zum Bestimmen von Pflanzen und Tieren, Simulation von gesellschaftlichen Prozessen und Situationen, kostenlose Rechtsberatung von Studierenden, Grundkenntnisse der Unternehmungsgründung: Die Albert-Ludwigs-Universität hat vier Projekte aus unterschiedlichen Disziplinen mit dem Lehrentwicklungspreis „Instructional Development Award“ (IDA) 2014 ausgezeichnet. Die offizielle Preisverleihung wird am 3. Juni 2014 beim Dies Universitatis stattfinden. Der IDA ist mit jeweils 70.000 Euro dotiert, sodass die Universität insgesamt 280.000 Euro Preisgeld für neue Lehr- und Lernkonzepte vergibt. Die Projekte dauern bis zu einem Jahr. Für diese Zeit verfügen die Preisträgerinnen und Preisträger über flexibel einsetzbare Mittel, die ihnen finanzielle und zeitliche Freiräume eröffnen, um das Projekt umzusetzen. Die Dozierenden können zum Beispiel ihre Vertretung über Lehraufträge finanzieren oder wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Hilfskräfte einstellen. Um den Preis bewerben sich Professorinnen und Professoren der Albert-Ludwigs-Universität.

 

„DeterminationApp: Selbstgesteuerte Artenbestimmung mit Smartphone & Co“
Prof. Dr. Friederike Lang, Dr. Helmer Schack-Kirchner (beide Professur für Bodenökologie), Prof. Dr. Albert Reif (Professur für Waldbau) in Kooperation mit Prof. Dr.Michael Scherer-Lorenzen (Institut für Biologie II) und Dr. Nicole Wöhrle (Servicestelle E-Learning).

Die Kenntnis der Tier- und Pflanzenarten ist für Studierende der Forst-, Geo- und Umweltwissenschaften ein Muss. Damit die Studierenden ihren Wissenserwerb selbst steuern und zeitlich flexibel aufbauen und erweitern können, soll im Projekt eine intuitiv zu benutzende App für mobile Geräte wie Tablets und Smartphones entwickelt werden. Sie soll es ermöglichen, eine Auswahl von Pflanzenarten vor Ort ohne separaten Lehrbeitrag und in begrenzter Zeit selbstständig zu bestimmen. Das Konzept, das zunächst für die ökologischen Zeigerpflanzen an Waldstandorten getestet wird, kann auf andere Pflanzengruppen, Tiere beziehungsweise Phänomene wie Tierspuren oder Bodentypen ausgedehnt werden. Bestehende elektronische Bestimmungsschlüssel sind geschlossene Systeme. Im Gegensatz dazu sollen die Daten und Strukturen der App eine offene Plattform sein, die technisch wie inhaltlich erweitert oder verbessert werden kann, zum Beispiel im Zuge entsprechender Lehrveranstaltungen oder Abschlussarbeiten.

 

„socialSim Freiburg. Gesellschaftssimulation als interdisziplinäres Lehrprojekt“
Prof. Dr. Gregor Dobler (Institut für Ethnologie)

Das Fach Ethnologie wird zusammen mit der Politikwissenschaft, der Volkswirtschaftslehre und der Soziologie der Universität Freiburg eine Gesellschaftssimulation als Mittel der Lehre erkunden. Eine erste Simulation mit 150 bis 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern soll im August 2014 stattfinden. Ziel ist, dass Studierende die Regelhaftigkeit sozialer Prozesse aus verschiedenen Perspektiven erleben und kritisch beobachten. Bei der Simulation sollen sie kleinere theoriegeleitete Forschungsübungen zu gemeinsamen Fragen umsetzen. Dabei steht auch der fächerübergreifende Austausch über Methoden- und Theoriedesign im Vordergrund: Kann man aus der Abstraktion des Spiels Regeln für Verhalten ableiten oder sind gesellschaftliche Situationen zu komplex, um sie auf diese Weise zu erfassen? Lehrende der beteiligten Disziplinen werden die Simulation zusammen mit 40 Studierenden in einem Seminar im Sommersemester 2014 vor- und nachbereiten. Aus einer Dokumentation und Aufbereitung der gesammelten Erfahrungen soll ein Modell für die Verwendung von Simulationen in der sozialwissenschaftlichen Lehre entstehen.

 

„Freiburg Legal Clinics“
Prof. Dr. Boris Paal (Institut für Medien- und Informationsrecht)

Das Projekt „Freiburg Legal Clinics“ verknüpft frühzeitig den akademischen Lehrplan mit der juristischen Berufspraxis, indem die Studierenden eine unentgeltliche Rechtsberatung anbieten. In enger Kooperation mit insbesondere der lokalen Anwaltschaft soll „Freiburg Legal Clinics“ zum einen das Ausbildungsspektrum um spezifische berufsbezogene Elemente erweitern. Zum anderen sollen die Studierenden die erworbene Expertise unter fachkundiger Anleitung regelmäßig bedürftigen Rechtsratsuchenden vermitteln. Auf diese Weise will das Projekt einen fachdidaktischen Mehrwert schaffen und einen gemeinwohlbezogenen Beitrag leisten. Freiburger Jurastudierende werden unter struktureller Erweiterung des Pflichtfach-Lehrangebots mit den Anforderungen der Berufspraxis noch stärker als bisher vertraut gemacht und können rechtsberatend tätig werden. So fördert das Projekt die Vernetzung von Universität, Region und Wirtschaft.

 

„Entrepreneurship – Fallsimulationen zu rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen“
Prof. Dr. Wolfgang Kessler (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre)

Wer erfolgreich in die Selbstständigkeit starten will, benötigt – neben einer Geschäftsidee – grundlegende rechtliche und betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Beginnend mit der Wahl der passenden Rechtsform für das Unternehmen sind die Finanzierung, Rechnungslegung, Personalauswahl und -führung, Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Vermarktung elementare Bestandteile eines Geschäftskonzepts, die vorab in einem Businessplan definiert werden sollten. Wolfgang Kessler will das Seminar „Entrepreneurship – Fallsimulationen zu rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen“ als online-gestützte Veranstaltung im Wintersemester 2014/15 anbieten. Studierende können sie daher flexibel in den Stundenplan integrieren. Die Lehrveranstaltung steht Studierenden aller Fachrichtungen offen. Sie will das notwendige betriebswirtschaftliche und rechtliche Rüstzeug vermitteln, sodass Studierende grundlegende Forschungsfragen einordnen können und im Falle des Schritts in die Selbständigkeit ein entsprechendes Basiswissen angesammelt haben.

 

 

Kontakt:
Harald Wohlfeil
Abteilung Lehrentwicklung
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-9089
E-Mail: harald.wohlfeil@zv.uni-freiburg.de

 

Die Druckversion der Pressemitteilung (pdf) finden Sie hier.

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