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Projekte zur Verbesserung der Lehre

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Zur Verbesserung der Lehre innerhalb unserer fakultätseigenen Studiengänge haben wir in den letzten Jahren spannende Lernangebote umgesetzt. Seit 2019 bieten wir vor allem Studienanfänger:innen die Möglichkeit, ihren schulischen Wissensstand im Bereich der naturwissenschaftlichen Grundlagenfächer Chemie & Mathematik in digitalen Selbstlernangeboten aufzufrischen bzw. neu aufzubauen. Hiermit erleichtern wir den Einstieg in die Vorlesungen des Grundstudiums und ermöglichen gleiche Startbedingungen für alle Studienanfänger:innen, unabhängig von ihrer Vorbildung.

Des Weiteren begleiten wir Lehrveranstaltungen in den Bereichen:

  • Allgemeine und Anorganische Chemie
  • Organische Chemie
  • Physikalische Chemie
  • Biochemie
  • Mathematik
  • Mathematik fürs Physiklabor
  • Statistik


ebenfalls mit digitalen Selbstlernangeboten um Studierende nachhaltig in diesen Fächern didaktisch zu fördern.

Zusätzlich wurde das nicht digitale Projekt „Barrierefreie Exkursionen“ für gleichberechtigte Teilhabe mobilitätseingeschränkter Studierender umgesetzt.

Bei den Barrierefreien Exkursionen können mobilitätseingeschränkte Studierende aus einem Angebot verschiedener Module nach Interessen und Bedürfnissen individuell auswählen. Zeitlich flexibel lassen sich dabei sowohl punktuell mit ÖPNV anfahrbare Outdoor-Module, sowie Indoor-Lernmodule in den jeweiligen Studienplan integrieren. Ein nach weitgehend eigener Regie gestaltetes Lernportfolio rundet als finalen Leistungsnachweis das abwechslungsreiche Angebot ab.

gruppe_2013_2.jpgExkursionen im Gelände sind unverzichtbarer Teil von Studiengängen mit Bezug zur Ökologie, denn nur dort können Zusammenhänge zwischen Standort, Vorkommen und Anpassungen von Arten, sowie Ökosystemprozessen anschaulich demonstriert und damit erlernt werden. Aber was, wenn Studierende in ihrer Mobilität eingeschränkt sind?

Mithilfe einer Finanzierung über das Studierendenvorschlagsbudget der Studierendenvertretung der Universität Freiburg war es uns möglich ein entsprechendes Konzept zu entwickeln. Profitiert haben wir bei der Entwicklung von unseren Erfahrungen bei der Umsetzung von GPS-gestützten Einzel-Exkursionen, welche wir als "Geo-Caching" Tour anbieten, falls Studierende bei einer "normalen" Gruppenexkursion nicht teilnehmen können.

Unser Konzept und Angebot für mobilitätseingeschränkte Studierende sieht wie folgt aus: Aus verschiedenen einzelnen Lernmodulen, die wir als Lernorte bezeichnen, können die Studierenden auswählen; einige Module sind dabei verpflichtend. Die Studierenden können dabei selbst bestimmten, wann sie die Module im Semester erarbeiten möchten. Hierdurch wird eine individuelle Anpassung an den Studienplan und die jeweils eigenen Interessen und Bedürfnisse möglich. Den Einzelmodulen ist jeweils eine bestimmte Punktezahl zugeordnet und am Ende muss eine Mindestzahl an Punkten erreicht werden. Die meisten Module sind Exkursionsmodule. Das bedeutet, dass eine Lokalität in der Stadt oder ihrem näheren Umkreis mit öffentlichen Verkehrsmitteln angefahren wird. Ebener Untergrund und Barrierefreiheit sind bei diesen Exkursionsmodulen Grundvoraussetzung.

Die Lokalitäten sind so ausgewählt, dass ein bestimmter Lebensraum mit möglichst typischen Standortsbedingungen und entsprechender Artenausstattung, beispielsweise eine mehrschürige Wiese oder ein Waldrand, erfasst werden kann. Mithilfe eines GPS-Geräts suchen die Studierenden die vorgegebenen Koordinaten, ähnlich wie beim "Geo-Caching", und lösen mithilfe eines Skripts Aufgaben, klassische Bestimmungsaufgaben zum Beispiel. Je nach Mobilitätseinschränkung können die Studierenden hierbei von einer Vertrauensperson aus dem persönlichen Umfeld oder einer bzw. einem anderen Studierenden begleitet werden. In diesem Fall können wir, gemeinsam mit der Anlaufstelle für Studierende mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen, ein individuell zugeschnittenes Begleitungs-Angebot ausarbeiten.

Die mobilitätseingeschränkten Studierenden erbringen also den größten Teil ihrer Studienleistung tatsächlich draußen im Gelände. Einen kleineren Teil der Module können sie auch zu Hause am Schreibtisch mit Recherchen und Aufgaben zum Nachdenken erarbeiten. Ebenso erlaubt und erwünscht sind Zeichnungen, Fotos und Herbarbelege. In einem Lernportfolio, das viel Spielraum für Kreativität lässt und später geprüft wird, werden die Lernfortschritte dokumentiert. Für Liebhaber von Herbaren gibt es noch eine kleine Sammlung von Herbarbelegen mit Pflanzen besonders schwer zugänglicher Lebensräume zum Anschauen, Bestimmen und Lösen von Aufgaben.

Unsere Module bieten also viel persönlichen Gestaltungsraum. Wir verstehen sie als Angebot, sich nach weitgehend eigener Regie kreativ und selbstständig biologisches Grundlagenwissen, botanisches Fachwissen, Kenntnisse zu Lebensräumen und zum Naturraum zu erarbeiten.

Alexandra Boeminghaus und Michael Scherer-Lorenzen, Abt. Geobotanik, Universität Freiburg

Was?

Im digitalen Selbstlernmodul mit dem Namen „Prinzipien der Biologie“ wird Biologiestudierenden ermöglicht, das Wissen, welches sie während des Studiums erwerben neu und vor allem nachhaltiger zu strukturieren und in einen fächerübergreifenden Zusammenhang zu bringen.


Wie?

In diesem Projekt werden die biologischen Phänomene und Prinzipien wie z.B. „Oberflächenvergrößerung“ oder das „Schlüssel-Schloss-Prinzip“ in 5 Basiskonzepte gegliedert:

1. Struktur & Funktion
2. Steuerung & Regelung
3. Stoff- & Energieumwandlung
4. Information & Kommunikation
5. Evolution & Individualentwicklung

Die Studierenden sollen in diesem Modul die einzelnen Konzepte und deren Prinzipien innerhalb der unterschiedlichen Fachdisziplinen (Genetik, Zellbiologie, Botanik, Physiologie etc.) identifizieren und hierzu E-Learning Übungseinheiten absolvieren.

Zur Verknüpfung des Selbstlernmoduls mit den curricularen Lehrveranstaltungen werden “Badges” inkl. QR-Code auf Vorlesungsfolien, Skripten, Übungsblättern usw. platziert. So werden die Prinzipien in den Veranstaltungen gekennzeichnet und weisen die Studierenden direkt auf die die passenden Übungseinheiten hin.

Dadurch wird eine Metaebene in den gesamten Studienverlauf eingeführt, die das Entdecken gleicher Erklärungsmuster zur Vertiefung des erworbenen Wissens sowie strukturierteres Einordnen neu erworbenen Wissens nachhaltig und vernetzter fördert.


Warum?

Die Biologie ist eine sehr umfangreiche Disziplin mit diversen Fachrichtungen, die sich ständig weiterentwickeln. Die Forschung bringt immer neue Erkenntnisse und so steigt der Lehr- und Lernstoff auch immer weiter an. Das ist natürlich großartig, allerdings können wir effektiv nur einen gewissen Teil dieser Datenmenge verarbeiten.
Um in dieser Informationsflut das „Big Picture“ in der Biologie zu erkennen, bedarf es gewisser Werkzeuge für die Studierenden. Und genau diese Werkzeuge werden den Studierenden mit dem Projekt „Prinzipien der Biologie“ an die Hand geben. Es ermöglicht den Studierenden, den Lernstoff fächerübergreifend zu strukturieren, zu vernetzen und neu zu erleben.


Wann?

Das Projekt befindet sich aktuell in der Entwicklungsphase. Die Materialien sind noch nicht für die Studierenden zugänglich werden aber in den kommenden Monaten online gestellt werden. „Prinzipien der Biologie“ wird dann auf der kosmic-Plattform zu finden sein.

Für weitere Fragen oder Anregungen ist das Projektteam unter Prinzipien[at]biologie.uni-freiburg.de erreichbar.

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