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Unbedingte Wissenschaftsfreiheit und Förderung früher Karrierephasen

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Neues FRIAS-Direktorium stellt seine Pläne vor

Unbedingte Wissenschaftsfreiheit und Förderung früher Karrierephasen

Das neue Direktorium: Ralf von den Hoff, Veronika Lipphardt und Barbara Di Ventura (von links). Foto: Markus Schwerer

Etwa 40 bis 50 herausragende Wissenschaftler*innen aus Freiburg und vielen Ländern der Welt kommen jedes Jahr als Fellows ans FRIAS-Freiburg Institute for Advanced Studies.Für sechs bis zwölf Monate können sie dort freigestellt von anderen Aufgaben forschen und in einem internationalen Umfeld ihre wissenschaftlichen Projekte weiterentwickeln. Intensive Arbeit, Vorträge und lebendige Debatten zu aktuellen gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Fragen sowie öffentliche Veranstaltungen prägen das Leben am FRIAS. Das im Jahr 2008 gegründete Institut hat sich zu einem weltweit bekannten Aushängeschild der Universität Freiburg entwickelt und eine Reihe internationaler Spitzenforscher*innen angezogen. Dass damit auch Karrierewege hochqualifizierter Freiburger Forscher*innen gefördert werden, ist eine weitere Stärke.

Zum 1. Oktober 2022 hat der Klassische Archäologe Prof. Dr. Ralf von den Hoff das Amt des hauptamtlichen Direktors des FRIAS übernommen. Vervollständigt wird das dreiköpfige Direktorium durch die nebenamtlichen Sprecherinnen Prof. Dr. Veronika Lipphardt (Wissenschaftshistorikerin / Sozialwissenschaften) und Prof. Dr. Barbara Di Ventura (Biologin / Naturwissenschaften). Von den Hoff übernimmt das Amt von Prof. Dr. Bernd Kortmann.

„Am FRIAS werden innovative Forschungsideen entwickelt, erprobt und umgesetzt. Es ist ein Ort unbedingter wissenschaftlicher Freiheit und zukunftsweisender Forschung in einer inspirierenden Gemeinschaft von Forschenden“, sagt von den Hoff, der zwischen 2012 bis 2014 selbst als Research Fellow an der damaligen School of History des FRIAS geforscht hat.

Von den Hoff leitet erfolgreichen Sonderforschungsbereich

Von den Hoff ist seit 2006 Professor für Klassische Archäologie und Direktor der Archäologischen Sammlung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Zuvor war er nach seiner Promotion in Bonn lange Jahre am Archäologischen Institut der Universität München tätig, wo er sich im Jahr 2000 habilitierte. Als Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung war er ein Jahr als Gastprofessor an der Johns Hopkins University in Baltimore. Seit 2012 ist von den Hoff Sprecher des Freiburger Sonderforschungsbereichs (SFB) 948 „Helden - Heroisierungen – Heroismen“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der sich noch bis 2024 mit der Bedeutung von Heldinnen und Helden von der Antike bis zur Gegenwart beschäftigt. Darüber hinaus ist von den Hoff als Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gremien und Organisationen bestens vernetzt.

Pläne des neuen Direktoriums

Neben den internationalen Fellowships bietet das FRIAS zahlreiche Förderangebote für Freiburger Forscher*innen. Hierzu gehören unter anderem Mittel für Projektgruppen, die Forschungsideen in einem frühen Stadium unterstützen, einjährige Forschungsschwerpunkte, in denen interdisziplinäre Kooperationen ein Themenfeld erschließen. Das Freiburg Research Collaboration Programme (FRESCO) soll langfristige Kooperationen zwischen exzellenten Forschenden aus Freiburg und renommierten nationalen und internationalen Kolleg*innen schaffen.

„Wir möchten bei künftigen Angeboten ein noch stärkeres Augenmerk auf die Förderung von Wissenschaftler*innen in frühen Phasen ihrer Karriere richten, denn ihre Ideen prägen die Zukunft“, sagt von den Hoff.  

Zu Beginn seiner Amtszeit möchte das neue Direktorium dem Thema der Wissenschaftsfreiheit besondere Aufmerksamkeit widmen. „Die Freiheit der Wissenschaft ist in Gefahr, und ihre Bedrohung hat viele Facetten: von der aggressiven Ablehnung wissenschaftlicher Erkenntnisse bis hin zur persönlichen Gefährdung von Wissenschaftler*innen“, sagt von den Hoff. „Wir möchten dagegenhalten und das FRIAS als einen Ort für Freiheit und offenen Austausch festigen.“ So werde nach Möglichkeiten gesucht, weiterhin Forschenden, die unter akuter Gefährdung der Wissenschaft leidenwie gegenwärtig aus der Ukraine, weiterhin Platz für ihre Arbeit zu geben. Das FRIAS hatte dafür bereits im Sommer 2022 neue Förderungen ermöglicht. Außerdem widmet sich im Wintersemester 2022/23 eine öffentliche Vortragsreihe, die ‚Lunch Lectures‘, dem Thema der Wissenschaftsfreiheit.

FRIAS als Teil des Strategieprozesses der Universität Freiburg

Ein weiteres Anliegen des neuen Direktoriums ist eine noch stärkere Integration der Lebens- und Naturwissenschaften in die Aktivitäten des FRIAS. „Mit den Staudinger Lectures gibt es ein etabliertes Format, das bereits 29 Nobelpreisträger zu Vorträgen an die Universität Freiburg eingeladen hat“, sagt die zuständige Direktoriumssprecherin Di Ventura. In der am FRIAS angesiedelten Young Academy for Sustainability Research (YAS) arbeiten Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften außerdem thematisch eng zusammen – zu einem drängend aktuellen Thema. „Wir wollen künftig im Austausch mit den natur- und lebenswissenschaftlichen Einrichtungen Angebote schaffen, die deren Forscher*innen in und außerhalb Freiburgs zu Gute kommen, und zwar auch im Austausch mit anderen Forschungsfeldern“, erklärt Di Ventura.

 „Mittelfristig ist ein Ziel des FRIAS den laufenden Strategieprozess der Universität Freiburg mitzugestalten“, sagt von den Hoff. „Dazu gehören neben Beiträgen zur universitären Exzellenzstrategie auch die Stärkung von Forschungsschwerpunkten der Universität Freiburg und weiterer herausragender Forschungsprojekte.“

Feierlicher Abschied des scheidenden Direktoriums

Ralf von den Hoff folgt in seiner Funktion als Direktoriumssprecher des FRIAS auf den Anglisten und Linguisten Prof. Dr. Bernd Kortmann. Dieser hatte das Institut fast zehn Jahre lang geleitet und die nachhaltige Finanzierung des FRIAS erreicht. Kortmann und die beiden weiteren scheidenden Direktoriumsmitglieder Prof. Dr. Annegret Wilde und Prof. Dr. Günther Schulze werden am 2. November 2022 ab 18:30 Uhr im Hörsaal der Anatomie neben dem FRIAS-Gebäude feierlich verabschiedet.

Mehr Informationen zum Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)

Das Freiburg Institute for Advanced Studies ist das internationale Forschungskolleg der Universität Freiburg. Als integraler Bestandteil der Universität vereint das Institut unter einem Dach Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Medizin, Lebens-, Natur- und Ingenieurwissenschaften. Das Institut wurde im Rahmen der der Exzellenzinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtet und Sommersemester 2008 eröffnet. Das FRIAS gilt vielen forschungsstarken Universitäten weltweit, die ein eigenes internationales Forschungskolleg eröffnen wollen, als ein Vorbild und wird daher von Delegationen besucht und in Gründungsphasen konsultiert. Das FRIAS ist Mitglied des Networks of European Institutes for Advanced Studies (NETIAS) sowie des weltweiten Netzwerkes University-Based Institutes for Advanced Study (UBIAS).

 

Kontakt:
Dr. Max Bolze
Freiburg Institute for Advanced Studies
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
0761 203 97407
max.bolze@frias.uni-freiburg.de

 

Pressebilder zum Download

Ralf von den Hoff. Foto: Markus SchwererRalf von den Hoff. Foto: Markus Schwerer
Veronika Lipphardt. Foto: Markus Schwerer
Barbara Di Ventura. Foto: Markus Schwerer
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